Rezensionen

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2014

Ihr Malbeginn ist immer spontan. Ohne großes Nachdenken werden Gedanken, Erinnerungen an Gesehenes oder Gehörtes auf den Malgrund aufgetragen. Vieles, was sie während des Malprozesses bewegt, hinterläßt Spuren und Zeichen auf der Bildfläche,wobei sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau weiß,wohin die Reise gehen wird, denn erst im weiteren Malprozess entwickelt sich das Bild,wobei beim prüfenden Betrachten und erneuten Bearbeiten, Wegkratzen von Farbe, Übermalen, aber auch Stehenlassen von ungewollt Entstandenem und nochmaligem bewußt Herausarbeiten von besonders gelungenen Stellen sich langsam das Thema herauskristallisiert.

Der Drang zum Experimentieren und zu Neuem, aber auch die Flucht vor Schema und Routine sprechen aus der Vielseitigkeit der Werke. Blau-, Grau- und Weißtöne, nur hier und da durch Farbblitze durchsetzt, finden sich ebenso wie mutig grelle Farbkompositionen und bunt gestaltete Flächen unter ihren Werken.

So vielseitig die Farbgebung, so vielschichtig ist der Aufbau der Bilder. Mit Acryl, Tempera, Ölfarben oder Tusche malt die Künstlerin auf Pappe, Leinwand und Papier, integriert Fundgegenstände, Plakate oder Zeitungsausschnitte in ihre Werke, erarbeitet in einem ständigen dynamischen Prozess Collagen. In der Wechselwirkung aus der Spontaneität der Idee und formgebender Konstruktion entstehen diese Arbeiten.

Immer wieder wird eine Stelle übermalt oder "beschrieben", woanders Farbe weggekratzt oder das Ganze zerrissen und völlig neu zusammengesetzt - "jedes Bild ist ein Kampf"-.

Elisabeth Abele-Mercator läßt dem Betrachter die Freiheit zu ahnen, zu sehen und zu deuten oder sich ganz einfach vom optischen Reiz der Arbeiten fesseln zu lassen.

2012

Die Kunst als Lebenselexier, Rheinische Post 17. April 2012

2006

Sich in die Zeit einschreiben, KULT 5/2006